August 30, 2006
August 29, 2006
August 28, 2006
August 26, 2006
liebste mutti, liebster vati_
kunst_und_müde_undmüdeundkunst



ann chan und ein indonesischer künstler, heri dono (werk im bild) -
verrückte menschen tanzen auf offenen strassen zu schlechter techno musik sich wild, um für apple werbung zu machen und oje, am abend, nachdem ich den ganzen tag bei anhaltender schwüle umhergeradelt und gelaufen bin, fühle ich mich im nachhenein nicht mehr allzu fit. ein warmer kakao, massage und ein geschichtenerzähler wären jetzt schön...alas...
August 25, 2006
August 24, 2006
up.date_neuigkeiten
ich lebe, und noch impulsanter mit verbindung, durch internet und telefon, in die abendländische hemisphäre. voller stolz schreie ich es in die welt da draussen, ich bin erreichbar, yes.
2.
tele.nummer: 001 773 342 6758_nach anki fragen, wenn ich nicht dran sein sollte
3.
bitte anrufen
4.
bin eingestiegen, in die kennenlernphase meiner neuen schule + kennenlernen der austauschmitstreiter aus allerlanden (2x glasgow/2x london/ 2x melborne/1x stokholm/1x madrid/noch ein deutscher[udk berlin]/ 2x utrecht/ 1x kopenhagen/ 2x frankreich [paris et provence] - alle bleiben für ein semester, wie ich
4.1.
dachte ich sei die älteste, da alle um die 22/23/24/25 sind, doch samuel aus schweden ist ein jahr älter als ich
5.
immer noch sommer mit ca. 30 grad und schwül durch die tage und in der nacht, deshalb schlafmangel, fazit - kopfweh seit gestern
6.
ich kenn nun fast schon jede nachbarschaft und jedes viertel, wobei die einsamkeit sich als großer vorteil erwieß und ich am ende doch dankbar für die monogamischen tage bin
6.1.
lieblingsviertel: devon ave, muslimisches, auch indisches viertel genannt, wo juden, inder und pakistani nebeneinander, ach miteinander leben und das beste essen servieren und jeder zweite shop die tollsten und fremdesten gewürze offeriert, wo es scheint, man wäre gar in indien...
7.
komme gerade von einer geburtstagsfeier, von der einen aus london, im 17 stock
8.
mit dem fahrrad zusammen mit narda aus utrecht nach hause geradelt, weil sie auch in meiner gegend wohnt und zusammen ist nicht so ängstlich
9.
sie war sehr langsam, hat ein hollandrad zur leihe, was so lustig passt
10.
linguistische schwierigkeiten: vergesse wörter in deutscher sprache, spreche demzufolge einsilbig in der fremden, bzw. wenn ich schnell englisch spreche und dabei müde bin beende ich den satz deutsch französisch und wieder englisch und ach so so.
11.
bin sehr müde, morgen tour durch die schule und wer weiss was noch
12.
mir geht es gut.
August 23, 2006
August 21, 2006
August 19, 2006
die großstadt sozialisiert mich_nicht
zu allererst, noch immer kein netz und keine festnetznummer.
ab dienstag, ich hoffe so sehr. denn,
ein bisschen leid bin ich mir selbst. die meisten stunden verbringe ich mit mir und meiner eigenen person, was nach einigen tagen in traurigkeit mündet. denn bin ich sonst bevölkertes chaos, lärm, geimeinschaft, mentale oder körperliche nähe gewohnt, hocke ich abends, wenn dann heimgekehrt von fernen fahrradexkursionen, resignierend auf meinem balkon, sehe in den himmel und erfahre stille, die zu still ist.
ich hoffe und warte auf erlösung, was in meinem fall bis Dienstag dauern wird, wenn endlich die einführungswoche an der uni beginnt und ich aus der einsamen unterwelt aufsteige, ach aussteige.
die verzweiflung lässt mich zeichnen, wieder und lesen, wo immer ich mich niedersetz, was immer ich in die finger bekomm. Und wer immer etwas verbal zu mir entäussert, lade ich ein – auf mehr als nur einen satz und manches mal, ensteht am fremden großstadtfirmament eine konversation mit gänzlich fremden, mitweilen , von der ich weiß, sie wird nicht dauern und das scheint gut so.
gestern hat es geregnet die meiste zeit, doch nichts hält mich ab, von meinen radwanderungen durch die nachbarschaften.
die wg fährt Sonntag wahrscheinlich zu ikea, worauf ich mich eigenartiger weise freue, denn bislang lebe ich mit einer matratze und einem fremden kopfkissen in meinem zimmer. ach, und einer tischplatte, die ich vor drei tagen abgeschliffen habe und nun als japanisch/chinesisch/indische version auf dem fussboden liegt. yeah, ich wünschte ich könnte den tisch reparieren, also ihm beine schenken, aber es ist unmöglich, was nicht an meiner inkompentenz, aber am tisch selbst und dessen vorbesitzer liegt.
also ikea wird hoffentlich eine sitzgelegenheit und bettbezug bringen, wobei ich glücklich bin, wenig anspruchsvoll zu sein und eben mit nahezu nichts an habseligkeiten auskomme.
Schön.
August 15, 2006
nachbarschaften und mit dem fahrrad gen westen
sitze gerade in einem café, wo ich ins netz komme und erzählen kann.
zum einen, mir geht es gut, die letzten tage waren zwar ein wenig einsam, da ich tagsüber allein bin und mich, um dem eremiten dasein zu entkommen, quasi, dem lärm der großstadt vollends hingeben, indem ich mit meinem neuen fahrrad jeden tag an die 30 km zurücklege und alles was da viertel heisst, durchquere und erkunde, wobei ich versuche dies alles ohne karte zu bewältigen, nur um mich am ende als fazit auszukennen und zurecht zu finden in dieser stadt.
desweiteren habe ich zwei der nachbarn kennengelernt, die mir helfen, wenn ich probleme oder fragen habe und ich dachte immer, nachbarschaften in den usa seien anonymen charakters, aber häuserübergreifend habe ich eben russ und migel unabhängig voneinander kennengelernt. Beides ältere herren, alleinlebend, so wie ich das bis jetzt überblicken konnte, doch nicht verzweifelt, aber lustig verschroben. Der eine ist puotorikanischer herkunft mit lebensgeschichte in new york und der andere kommt ursprünglich aus ohio, mit kenntnis von berlin kreuzberg, sowie deutschsprechenden ambitionen, weil vor 20 jahren dort studierte.
ich kann mich prima mit ihnen von meinem balkon aus unterhalten und sie lachen oft über meine reaktionen, wie zum beispiel, als ich hilfe brauchte, um bei meinem neuen fahrrad den lenker hoch zu schrauben, da brachte migel einen viel zu großen schraubenschlüssel und ich habe „oh“ gesagt und das lachen ist ihm ins gesichtchen gesprungen.
wenn ich hier fertig bin, werde ich down town fahren, um ins art institute und museum für contemporary art zu gehen und zu sehen, was gerade in den usa für kunst ausgestellt wird.
der sommer ist wunderschön hier, unglaublich, wie in der südsee.
schade das der see doch etwas weiter weg ist von meinem haus, aber wenn ich heute am institute bin werde ich einen blick auf ihn erhaschen können.
also, alles süße in richtung abendland, ich hoffe jedem einzelnem von euch geht es gut. bis bald.
August 11, 2006
habe das kapitalistische ausland erreicht

angekommen. endlich. nachdem schreckensmeldungen über terror und seinem grauen aus london mich erreichten und ich dann in frankfurt drei zusätzliche stunden deswegen mehr zeit, abzuwägen, wie gefährlich es denn nun sei, in die usa einzureisen.
aber, letztendlich habe ich die andere seite des ozeanischen gewässers erreicht ohne vorkommnisse, aber in unbeqämer sitzhaltung und blähungen, denn, wer mit airindia fliegt ist endweder indischer nationalität oder verrückt. die airline kann ich doch nicht empfehlen, fehlender service, ein flugzeug das selbst und dessen ausstattung nicht nur älter erscheinen und die fehlende übersetzung ins zumindest englische der auf indisch geschriebenen sicherheitshinweise, ließen mich den gesammten flug über in nervös angespannter andachtshaltung verharren, auch der möglichkeit der ablenkung mit einem indischen film entzog ich mich, da ich die sprache nicht spreche und die bunten bilder mich nur noch mehr hippelig machten.
aber angekommen und eingezogen und wohnung bestaunt und eingesehen, welch glück ich wohl haben muss, denn alles scheint noch so unkomplizert wunderbar.
die wohnung ist wirklich zauberhaft, mein zimmer hat einen balkon, den ich aus dem fenster steigend erreiche und davor wacht ein großer baum über meine träume.
bin auf monica getroffen, der einen mitbewohnerin und haben lange erzählt, die andere wird sonntag eintreffen.
der sommer lässt sich hier noch nicht vertreiben. es sind gefühlte 35 grad, sonne azur blauer himmel und dem see hab dank, windig.
ich geh jetzt erstmal los, die nachbatschaft erkunden, um zu sehen wo der nächste supermarket ist und was es sonst noch hier gibt. sieht alles ganz hübsch aus...
einen wundersam tollen grüß an alle.
mir geht es gut.