die großstadt sozialisiert mich_nicht
zu allererst, noch immer kein netz und keine festnetznummer.
ab dienstag, ich hoffe so sehr. denn,
ein bisschen leid bin ich mir selbst. die meisten stunden verbringe ich mit mir und meiner eigenen person, was nach einigen tagen in traurigkeit mündet. denn bin ich sonst bevölkertes chaos, lärm, geimeinschaft, mentale oder körperliche nähe gewohnt, hocke ich abends, wenn dann heimgekehrt von fernen fahrradexkursionen, resignierend auf meinem balkon, sehe in den himmel und erfahre stille, die zu still ist.
ich hoffe und warte auf erlösung, was in meinem fall bis Dienstag dauern wird, wenn endlich die einführungswoche an der uni beginnt und ich aus der einsamen unterwelt aufsteige, ach aussteige.
die verzweiflung lässt mich zeichnen, wieder und lesen, wo immer ich mich niedersetz, was immer ich in die finger bekomm. Und wer immer etwas verbal zu mir entäussert, lade ich ein – auf mehr als nur einen satz und manches mal, ensteht am fremden großstadtfirmament eine konversation mit gänzlich fremden, mitweilen , von der ich weiß, sie wird nicht dauern und das scheint gut so.
gestern hat es geregnet die meiste zeit, doch nichts hält mich ab, von meinen radwanderungen durch die nachbarschaften.
die wg fährt Sonntag wahrscheinlich zu ikea, worauf ich mich eigenartiger weise freue, denn bislang lebe ich mit einer matratze und einem fremden kopfkissen in meinem zimmer. ach, und einer tischplatte, die ich vor drei tagen abgeschliffen habe und nun als japanisch/chinesisch/indische version auf dem fussboden liegt. yeah, ich wünschte ich könnte den tisch reparieren, also ihm beine schenken, aber es ist unmöglich, was nicht an meiner inkompentenz, aber am tisch selbst und dessen vorbesitzer liegt.
also ikea wird hoffentlich eine sitzgelegenheit und bettbezug bringen, wobei ich glücklich bin, wenig anspruchsvoll zu sein und eben mit nahezu nichts an habseligkeiten auskomme.
Schön.
1 Comments:
Ach, ich würd dich gerne besuchen. Bin in letzter Zeit auch oft alleine hier. Wobei ich mich inzwischen ganz gut dran gewöhnt habe. Da schafft man einfach viele schöne Dinge und findet mal wieder richtigen Kontakt zu sich selbst. Macht auch Spaß. Aber hin und wieder Gesellschaft ist auch schon schön.
Na morgen kommt Micha und Enis hoch und besuchen mich ne Woche oder so. Wird bestimmt schön.
Dir nen schönen Anfang in der Fremde und liebste Grüße zu dir.
Kommentar veröffentlichen
<< Home